Das Königreich, die Kinder und der Vater
Sie sind Seine Kinder
entrissen Seinen Armen
verführt
verdorben
belogen
Es ist Seine Welt
beraubt Seiner Fürsorge
geschändet
ausgebeutet
verloren
Aus Licht wurde Finsternis
Aus Liebe, Hass, und ...
- was viel schrecklicher ist -
Selbst-„Liebe“, Ich-Sucht
Aus der Gemeinschaft, Isolation, Autonomie,
Einsamkeit, die „Freiheit“ genannt wird
Wir sind diese Kinder, wir sind diese Welt!
Und das Herz des Vaters blutet
Seine Liebe – stärker als Sein Zorn,
sendet Seinen Sohn, den einzigen,
den ersten und letzten,
der von Anfang an war und der allein übrigblieb...
Denn alle anderen Kinder
wollten lieber einen anderen zum Vater,
einen, der gekommen war,
um zu stehlen, zu schlachten und umzubringen
Sie gingen den verkehrten Weg,
der viel schöner aussieht,
den Weg in die Irre, in die Schmerzen, in die Nacht
Aber Er ist das Licht
Seine Arme sind offen, weit ausgebreitet
die Arme des Vaters,
wie Er darauf wartet, dass die Kinder heimkommen
und die Arme des Sohns,
als Ihn die Kinder
umbringen und ans Kreuz schlagen
Meine Arme sind offen, weit ausgebreitet,
wenn ich nun erkenne,
dass der Sohn nicht vergeblich starb,
um mich zu retten,
dass Er auferstand und lebt,
wenn ich nun die Hände erhebe,
um Den zu preisen und dankbar anzubeten,
den Einen, der mein Vater ist.
Und mit offenen Armen, weit ausgebreitet,
erwidere ich die Umarmung des Vaters
Da erkenne ich die Wahrheit
Jesus, meinen Bruder, meinen Freund,
meinen Retter, meinen Herrn,
eintauchend in unendlich erfüllende
Liebesgemeinschaft, Hingabe
Überschäumende Freude
Warmes Licht, tiefster Friede
Innigste Liebe durchströmt mich,
erzieht mich, heilt mich
Das zu erkennen, Ihn zu erkennnen,
das ist ewiges Leben!
Die Augenbinde meines Herzens fällt
Und ich sehe in nie zuvor wahrgenommener
Klarheit und Schönheit,
was es heißt, Sein Kind zu sein.
Und da weiß ich in ewiger Erkenntnis,
dass es nichts Großartigeres mehr geben kann,
als die reale Sehnsucht, dass Er mich ganz gewinnt
Es ist die gleiche Welt , in der ich lebe,
aber jetzt bin ich Sein Kind,
ewiglich geborgen in Seiner Familie.
Und der Vater sagt zu mir:
„Geh, mein Sohn, zu den anderen Kindern,
die von all dem nichts wissen,
und erzähl‘ ihnen von meinem Königreich,
erzähl‘ ihnen von der Familie,
in der sie Prinzen und Prinzessinnen sind.
Warne sie vor der Katastrophe, auf die sie zusteuern.
Nimm sie bei der Hand und führe sie aus der Sklaverei
der Sinnlosigkeit, der Lüge, der Traurigkeit und der Angst
Du wirst andere von meinen Kindern,
Schwestern und Brüder,
auf dem Weg treffen, die Dir helfen werden
Und damit Ihr nicht allein seid,
wird der älteste Sohn mit Euch gehen, Jesus
Und so sage ich Dir die Wahrheit
Ich erzähle Dir von Jesus,
vom Vater, vom Königreich,
von der Familie
Wann kommst Du heim?
MSt 1992
